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bis 1969

Chronik
Vereins-Chronik

Erarbeitet und zusammengestellt von Eduard Brust, Ehrenvorsitzender des FSV 1912 Dieblich e.V.

  Zuletzt aktualisiert im Juni 2017.
  Die Namensnennung bei den Fotos erfolgt grundsätzlich von links nach rechts.

Nachdem Mitte des 19. Jahrhunderts die ersten deutschen Sportvereine gegründet werden, beginnt mit den Olympischen Spielen der Neuzeit (1896 in Athen) nach der Idee von Pierre de Coubertin (1863 – 1937) der eigentliche Aufschwung des Sports in der modernen Welt. Anfang des 20. Jahrhunderts werden auch im hiesigen Raum mehrere Sportvereine gegründet. In Dieblich treffen sich am 3. März 1912 eine Anzahl sportbegeisterter junger Männer im Gasthaus Pistono und gründen den FSV 1912 Dieblich, damals als Turnverein Dieblich. Die Männer der ersten Stunde sind Peter Konieczny und Josef Eberz, damals I. Sprechwart und I. Turnwart genannt.

Fotos: Peter Konieczny (l.) und Josef Eberz (r.)

Gründungsprotokoll
Das offizielle Gründungsfest findet am 28. 7. 1912 im Vereinslokal Pistono unter Mitwirkung der Turnvereine Cobern, Lay, Polch und Güls statt. Der Kriegerverein, der Kameradschaftsverein und der Männergesangverein beteiligen sich von Dieblicher Seite an dem Fest. Bereits am 29. 9. 1912 findet ein Sommerabschlussturnen im Saale Pistono statt. Den 1. Platz in der Oberstufe belegt Josef Etzkorn mit 87 Punkten, in der Unterstufe Johann Alderath mit 91,5 Punkten.

1913
wird Peter Konieczny I. Turnwart, den Vorsitz übernimmt Hauptlehrer Demmer.

1914-1918
bringt der I. Weltkrieg den Verein zum Erliegen. Sieben Turner kehren nicht mehr in die Heimat zurück.

1919
Am 29. 5. wird die aktive Tätigkeit, diesmal unter Vorsitz des Anstreichermeisters Jakob Schäfer, wieder aufgenommen. Im Protokoll vom 5. 7.  ist zu lesen:

 Punkt I: Von den anwesenden Mitgliedern werden die Turnstunden auf mittwochs und samstags von 8.30 – 10.00 Uhr festgelegt.

 Punkt II: Unabgemeldete Turner und Zöglinge ohne Grund bezahlen 20 Pf. Strafe. Zu spät kommende Turner und Zöglinge bezahlen die Hälfte (10 Pf.).

 Punkt IV: Ein Fußball wird gekauft für 50,– Mark

1920
Auf der im Gasthaus Jäger abgehaltenen Generalversammlung übernimmt Peter Konieczny wieder das Amt des I. Vorsitzenden . Der Verein ist recht aktiv, davon zeugen laut Chronik neben den regelmäßigen Übungsstunden Theaterabende, Tanzkränzchen und mehrere Turnveranstaltungen. Am 30. 5. 1920 findet ein Schauturnen mit dem TV Moselweiß statt.
Fotos: Turnergruppen Anfang der 20er Jahre (v.l.n.r.): Josef Graeff, Heinrich Hannes, Johann Roos, Josef Winter, Josef Rausch, Peter Kaiser

1921
findet die erste Fahnenweihe statt. Zu diesem Fest wurden 36 Vereine eingeladen. Das Protokollbuch sagt aus, daß der Festausschuß und die Fahnenträger weiße Hose, Frack und Zylinder zu tragen haben. Es wird eine Gesangsriege mit 21 Mitgliedern und ein Schachclub mit 18 Mitgliedern ins Leben gerufen.


Foto: Ehrendamen gratulieren zur 1. Fahnenweihe.

1922
übernimmt Maurermeister Peter Sackenheim die Leitung des Vereins. Am 9. 7. 1922 findet im kleinen Rahmen das 10jährige Stiftungsfest statt.

1926
Am 1. Januar wird von Mitgliedern das Theaterstück Kabale und Liebe aufgeführt. Im Juli findet das Gauturnfest in Dieblich statt.
Foto: Radfahrergruppe beim Umzug anlässlich des Gauturnfestes (1. Radfahrer: Josef Seibel, 4. Radfahrer: Philipp Dietzler)

1927
Das 15-jährige Bestehen wird am 19. 6. gefeiert und um 6.00 Uhr mit Böllerschüssen eröffnet. Ein Festzug, sportliche Wettkämpfe und ein Schauturnen finden statt.


Foto: Ehren-Urkunde vom Sommerabschlussturnen des TV Dieblich, unterschrieben vom Reichspräsident von Hindenburg, den Kampfrichtern Johann Etzkorn (II. Turnwart) und Balthasar Alderath (I. Turnwart), den Vorständen Peter Geiermann (I. Schriftführer) und Simon Simon (II. Schriftführer).

1928
wird Simon Simon zum Vorsitzenden gewählt. Eine Abordnung des Vereins besucht das 14. Deutsche Turnfest in Köln.

1932
erfolgt die Sportplatzeinweihung auf den Moselwiesen mit dem Fußballspiel TuS Dieblich – Preußen Koblenz.


Stehend: Lorenz Eberz (2.), Peter Sackenheim (4.), Willi Lauert (6.), Franz Krebs (8.), Jean Schäfer (10.), Paul Gilberg (12.); knieend: Jakob Capitain (1.), Bernhard Eberz (4.), August Leinen (6.), Bernhard Sackenheim (8.); vorne: Hermann Rüber (1.)

1933
Johann Etzkorn wird zum I. Vorsitzenden gewählt. Innerhalb der Turnerschaft werden auch Leichtathletik und das Fußballspiel gefördert.

1933-1945  
Auch der Verein erlebt die traurige Zeit politischer Wirren und den II. Weltkrieg, dies geht nicht spurlos an dem Verein vorüber. Die Reihen der Sportler haben sich stark gelichtet. Soweit es eben möglich ist, werden während dieser unglückseligen Zeit Fußballfreundschaftsspiele ausgetragen.

Foto: Die Fußballmannschaft von TuS Dieblich 1941 auf dem Sportplatz in Gondorf (hinten: Paul Schäfer, Heinz Krebs, Allo Lothmann; davor stehend: Klaus Schäfer, Jakob Schäfer, Karl Jung, Heinrich Etzkorn, Peter Baitzel, Willi Lauert (Schiri); knieend: Hermann Jachmich, Engelbert Jung, Willi Reif; vorne: Toni Zelter, Josef Lellmann, Helmut Graeff)

1945
Der Verein wird als Fußballsportverein wieder ins Leben gerufen. Florian Wolf wird Vorsitzender. Er findet tatkräftige Unterstützung in dem Geschäftsführer Simon Jachmich, dem Jugendwart Josef Watzling und dem damaligen Spielführer und späteren Vorsitzenden Engelbert Jung. Auf dem Sportplatz in Oberfell werden in den ersten Jahren nach dem Krieg die Fußballspiele ausgetragen. Zu Fuß, per Rad oder mit dem Pferdefuhrwerk ist der Verein sonntags zu den Spielen unterwegs. Sportzeug, Schuhe und Fußbälle werden gegen Wein, Getreide und Lebensmittel eingetauscht, aber die Sportbegeisterung, die Kameradschaft und der Frohsinn sind immer mit von der Partie.

1947
Dank der Initiative des Küfermeisters Johann Krebs und des Entgegenkommens des Gemeinderates unter Bürgermeister Josef Winter und Vermittlung von Pastor Klein wird am 29. Juni der Sportplatz an der B 49 eingeweiht.

1948
In den aufgezeichneten Erinnerungen von Karl Alderath aus Kobern-Gondorf ist zu lesen: 17. Nov. 1948  Dieblich  –  Kobern  5:1 (0:1) In der ersten Halbzeit spielten wir hervorragend. Vor allem gelang es, durch ein technisch schönes Dreieckspiel Allards Rud, als gefährlichen Dieblicher Verteidiger, auszuschalten. Somit begannen wir die 2. Halbzeit überheblich und kassierten schnell zwei Gegentore. Gegenseitige Vorwürfe bewirkten ein weiteres: Drei Gegentore in kürzester Zeit. Hier bahnte sich doch tatsächlich eine Niederlage an. Wir schalteten nun völlig ab und waren anschließend glücklich, keine zweistellige Packung kassiert zu haben. Ebenso ist vermerkt, dass Allards Rud durch sein kompromissloses Aufräumen in unseren Sturmreihen in der 2. Halbzeit sich kräftig für das Leerlaufen in der ersten Halbzeit revanchierte. Hier merkten wir, dass uns ein Betreuer fehlte, der uns von außen zurecht gerüttelt hätte.

Foto: Fußball-B-Jugend, aufgenommen in Niederberg.
(Hinten: Betreuer Leo Rayer, Robert Krebs, Heinrich Kries, Josef Sackenheim, Peter Roos, Horst Schäfer; Mitte: Horst Probst, Bernhard Zelter, Reinhard Höfer; Vorne: Bernhard Rüber, Werner Müller, Rudolf Allard)

1952
wird das 40jährige Vereinsjubiläum gefeiert. Vorsitzender des Vereins ist Bernhard Sackenheim.

Foto: Anhänger, Vorstandsmitglieder und I. Fußballmannschaft im Jubiläumsjahr 1952 (stehend: Engelbert Schäfer, Alfred Hilse, Josef Watzling, Herbert Gilberg, Matthias Wolf, Hans-Georg Watzling, Heinrich Bicker, Bernhard Rüber, Toni Zelter, Allo Lothmann, Jakob Gilberg, Toni Eberz; gebückt: Robert Schäfer, Leo Rayer, Erich Sackenheim; vorne: Georg Staab, Engelbert Comes, Paul Röser)

1954
Im Jahre des überraschenden 3:2 Sieges der deutschen Fußballnationalmannschaft über den Favoriten Ungarn im Endspiel der Fußballweltmeisterschaft in der Schweiz übernimmt Engelbert Jung das Ruder des FSV Dieblich.

1956
wird die I. Fußballmannschaft Turniersieger beim stark besetzten Turnier in Nievern an der Lahn.

1957
Die I. Fußballmannschaft wird ungeschlagener Meister der B-Klasse Mosel rechts und steigt in die A-Klasse auf. Das 45jährige Stiftungsfest wird unter  dem Protektorat des Jagdpächters Jakob Schwaderlapp gefeiert. Neben dem Festkommers, einem Seniorenfußballturnier wird auch ein Geländelauf „Rund um Dieblich“ für Senioren über 3000 m und für die Jugend über 2000 m durchgeführt.

Foto: Turnvorführungen durch Mitglieder des TV Bendorf-Sayn beim Festkommers im Saale des Vereinslokals Pistono.
Foto: Festumzug durch Dieblich anlässlich des 45-jährigen Vereinsjubiläums.
Als Ehrendamen zu erkennen v. l.: Rosemarie Rüber, Rosemarie Eberz, Unbekannt, Ursula Eberz, Marianne Sackenheim, Elke Fleckenstein, Marie-Luise Feuerpeil, Brigitte Bücker, Luise Allard
Foto: Die leistungsstarke I. Fußballmannschaft der 50er Jahre (stehend: Klaus Schäfer, Werner Andries, Ewald Escher, Engelbert Comes, Heinrich Lauert, Reinhard Höfer, Hans-Georg Watzling; Mitte: Robert Schäfer, Hans Metzler, Engelbert Jung; vorne: Rudolf Allard, Werner Müller, Erich Sackenheim)

1962
Das „Goldene Jubiläum“ feiert der Verein am 28. und 29. 7. mit einem festlichen Kommers und mit einem Fußballturnier auf dem neuen Sportplatz an der II. Anwend. Besondere Verdienste, dass der Sportplatz in Ortsnähe gebaut werden kann, hat sich der damalige Bürgermeister und I. Vorsitzende Engelbert Jung, erworben. Während dem Kommers werden zu Ehrenmitgliedern ernannt: Die Amtsbürgermeister Toni Gräf und Florian Wolf, Dr. Josef Merten, Johann Höfer, Peter Geiermann, Toni Kries und Simon Jachmich. Die Gründung der Tischtennisabteilung erfolgt.

Foto: Der Vorstand im „Goldenen Jubiläumsjahr“
Klaus Schäfer, Nikolaus Mais (beide Jugendausschuss), Eduard Brust (Kassierer), Josef Watzling (Jugendwart), Engelbert Jung (I. Vorsitzender), Toni Pistono (Geschäftsführer), Josef Hoff (Spielführer I. Fußballmannschaft), Alfred Hilse (II. Vorsitzender), Heinrich Meidt (Zeugwart)

Foto: Einsegnung des neuen Sportplatzes an der II. Anwend durch Pfarrer Berend. Messdiener: Werner Seif (li.), Norbert Klasen (re)
Foto: Das Hauptspiel bei der Sportplatzeinweihung bestreiten die Fußballmannschaften aus Dieblich und Urmitz-Bhf (Dieblicher Mannschaft: Horst Wubbernitz, Rudolf Allard, Rolf Feuerpeil, Dieter Capitain, Engelbert Comes, Karl Jung, Manfred Fröhlich, Walter Graeff, Reinhard Höfer, Josef Hoff, Spielführer Toni Pistono)

Foto: Im Gründungsjahr der Tischtennisabteilung nahm diese Mannschaft an den Verbandsspielen teil (Eduard Brust, Egbert Reif, Rolf Feuerpeil, Hermann-Josef Kessler, Peter Sackenheim).

1963
findet ein Sportfest anlässlich der endgültigen Fertigstellung des Sportplatzes statt. Josef Watzling wird zum Ehrenmitglied ernannt. Die I. Fußballmannschaft steigt infolge fehlender Schiedsrichtergestellung ab, im Jahre 1964 nochmals. Am Buß- und Bettag führen wir unter guter Beteiligung einen Preisskat durch.

Foto: Die Alte-Herren-Fußballmannschaft beim Sportfest anlässlich der Sportplatzfertigstellung (Hinten: Herbert Gilberg, Hans-Georg Watzling, Hans Etzkorn, Josef Sackenheim, Klaus Schäfer; Mitte: Robert Schäfer, Engelbert Jung, Heinrich Jung; Vorne: Heinrich Bicker, Dieter Keimes, Werner Müller)

1965
Eduard Brust wird zum I. Vorsitzenden gewählt. Die I. Fußballmannschaft wird Turniersieger in Nievern/Lahn.

1966
Die I. Fußballmannschaft erringt mit 70:39 Toren und 39:13 Punkten die Meisterschaft der III. Kreisklasse und wird Amtspokalsieger des Amtes Winningen. Engelbert Jung wird zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Foto: Die Meistermannschaft der Saison 1965/66 (stehend: Ehrenvorsitzender Engelbert Jung, Reinhard Höfer, Walter Graeff, Harald Alderath, Erich Jung, Engelbert Comes, Karlheinz Konieczny, Karl Jung, Walter Scherhag, Günter Kionka; knieend: Bruno Konieczny, Josef Hoff, Peter Koniectny)

1967
Ehrenvorsitzender Engelbert Jung übernimmt nochmals das Amt des I. Vorsitzenden.

1968
Mehrere Spieler hören aus Altersgründen mit dem Fußballspielen auf. Einige junge talentierte Spieler werden zur Bundeswehr eingezogen. Der Seniorenfußballspielbetrieb muss eingestellt werden. Die Fußballjugend und die Tischtennisabteilung sorgen für die sportliche Aktivität im Verein. Die TT-Herrenmannschaft steigt in die A-Klasse auf.
Foto: Diese Tischtennis-Herrenmannschaft belegt Platz 2 in der B-Klasse und steigt in die A-Klasse auf (Eduard Brust, Peter Sackenheim, Michael Kappel, Hans-Josef Scherhag, Egbert Reif)

1969
1. Vorsitzender des FSV wird Josef Sackenheim. Auch der Fußballspielbetrieb im Jugendbereich kommt zum Erliegen. Im FSV wird in diesem Jahr nur noch Tischtennis gespielt.




 
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